Schweizer Ingenieure unterstützen die Energiestrategie 2050 des Bundesrats

Communiqué de presse, vendredi 8 septembre 2023

Über drei Viertel aller usic-Mitglieder sind laut einer Umfrage mit der energiepolitischen Stossrichtung einverstanden.

Bern, 6. August 2013 – Die Schweizerische Vereinigung Beratender Ingenieurunternehmungen usic hat unter ihren Mitgliedern eine Online-Befragung zum Thema Energiestrategie 2050 durchgeführt. Diese zeigt eine breite Abstützung der bundesrätlichen Energiepolitik. «Die Mitgliederbefragung zeigt eindrücklich, dass die Bereitstellung des notwendigen Fachwissens und der erforderlichen Kapazitäten für den Rückbau bestehender Schweizer Atomkraftwerke eine der grossen Herausforderung in der Umsetzung der Energiestrategie 2050 sei», sagt usicPräsident Alfred Squaratti.

Die usic unterstützt grundsätzlich die Energiestrategie 2050 des Bundesrats, wie dies bereits in der Vernehmlassung und im Energie-Positionspapier kommuniziert wurde. Die offizielle Haltung der usic wird nun durch die Befragung der einzelnen Mitglieder bestätigt. Rund 77 Prozent der Mitgliedsunternehmungen sind grundsätzlich mit den drei Stossrichtungen der Energiestrategie 2050 – Verbesserung der Energieeffizienz, Ausbau des Anteils erneuerbarer Energie, Einsatz fossiler Stromproduktion und Stromimporte zur Versorgungssicherheit – einverstanden. Zentrale Ansatzpunkte für eine Ablehnung der Energiestrategie 2050 sind bei 23 Prozent der Umfrageteilnehmer der Einsatz fossiler Stromproduktion, die mangelnde Versorgungsicherheit und die damit einhergehende Abhängigkeit von Stromimporten sowie die generelle Verbannung der Kernenergie.

Politische Rahmenbedingungen als Grundlage
Die usic weist nicht zum ersten Mal darauf hin, dass für die erfolgreiche Umsetzung der Energiestrategie 2050 gewisse Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen. Dazu gehört explizit die Schaffung von mehr Planungs- und Rechtssicherheit für die Ingenieurunternehmungen, denn nur so können dringend benötigte Investitionen ausgelöst werden. Weiter werden von der Politik klarere Prioritäten und Regelungen zur Lösung von Interessenskonflikten zwischen Versorgungssicherheit und Umweltschutzanliegen verlangt. Zudem sollen Forschung und Lehre im Bereich Energie sowie die Bildung und Nutzung zentraler Wissenspools zu sämtlichen energierelevanten Themen gestärkt und gefördert werden.

Das spezifische Fachwissen der Ingenieurinnen und Ingenieure ist in diesem Kontext unverzichtbar, dieses ist deshalb möglichst zeitnah in die Planung und die Umsetzung der Energiestrategie 2050 miteinzubeziehen. Mario Marti, Geschäftsführer der usic, hält dazu fest: «Die Ingenieurinnen und Ingenieure in diesem Land arbeiten schon heute an der Schweiz von morgen – insbesondere auch im Energiebereich. Nur mit innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen können die vielfältigen Herausforderungen der Energiewende von unserer Seite her aktiv mitbewältigt werden.»

Investitionen in Forschungs- und Ausbildungszentren
Weiter zeigt die Mitgliederbefragung, dass der Rückbau von bestehenden Kernkraftwerken in der Schweiz als eine besondere Herausforderung innerhalb der Energiestrategie 2050 gesehen wird. Rund 90 Prozent der befragten usic-Mitglieder geben an, in ihren Unternehmen heute nicht über das notwendige Wissen und die Kapazitäten zum Rückbau bestehender Schweizer Atomkraftwerke zu verfügen. Dieser Punkt müsse zwingend in die Planung neuer Forschungs- und Ausbildungszentren im Rahmen der Energiestrategie 2050 aufgenommen werden, meint die usic.

Die Mehrheit der Schweizer Ingenieurunternehmen glaubt daran, dass die Energiewende wie vom Bundesrat skizziert möglich ist und sind auch bereit, dafür zu investieren. Rund 67 Prozent der usicMitglieder wollen die notwendigen Kapazitäten und personellen Ressourcen aufbauen, um die angestrebte Energiewende mit langfristig geplanten Massnahmen aktiv zu unterstützen.

Die Umfrage zum Thema Energiestrategie 2050 umfasst 13 Fragen und wurde vom 6. bis 27. Mai 2013 online durchgeführt. Von insgesamt 430 angeschriebenen Ingenieurunternehmen haben 163 den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Dies entspricht einer Rücklaufquote von rund 38 Prozent. Von den befragten Unternehmen stammen 84 Prozent aus dem deutschsprachigen und 16 Prozent aus dem französischsprachigen Raum.

Medienkontakte
Dr. Mario Marti, Geschäftsführer usic, Effingerstrasse 1, Postfach 6916, 3001 Bern, Tel. 031 970 08 88, mario.marti@usic.ch
Roman Griesser, Grayling Schweiz AG, Tel. 044 388 91 11, roman.griesser@grayling.com

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